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Peter Rosegger
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"EIN MILDER STERN HERNIEDERLACHT"





Fulminante Adventgala in Krieglach mit Adele Neuhauser
Das über 600-köpfige Publikum im Saal des VAZ-Krieglach zollte mit standing ovations den großartigen Akteuren einen Riesenapplaus: an der Spitze der großartigen Schauspielerin Adele Neuhauser. Mit ihrer sonoren Stimme gestaltete sie die besinnlichen und heiteren Texte - ausgesucht von Johann Reischl - zu einem unvergesslichen Hörerlebnis und stand im Anschluss ihren Fans noch lange für Fotos und Autogramme zur Verfügung.
Das Krieglacher Klarinettenquartett unter der Leitung von Manfred Skale und das Volksmusikensemble Geschwister Friedrich aus Buch bei Hartberg umrahmten die Dichtungen mit großer Einfühlsamkeit und trugen so wesentlich zu einer einzigartigen Adventstimmung bei.
Die Schulspielgruppe und der Chor der Neuen Mittelschule Krieglach unter der Leitung von Veronika Egger und Elisabeth Hofbauer gestalteten mit ihrem Beitrag „Sternengeflüster“ eindrucksvoll eine literarisch-musikalische Fabel.
Das Ensemble der Neuen Musikmittelschule Mitterdorf i. M. unter der Leitung von Kunigunde Gutschlhofer eröffnete die Gala sehr gekonnt mit einer Sprechperformance zum Thema Weihnachten und Sterne.
Günter Macek trug in gekonnter Manier in Stoansteirisch eine Mundartgeschichte von Peter Rosegger vor ("Da Baurnorz").
Die stimmungsvollen Bilder von Jakob Hiller – großflächig projiziert – trugen wesentlich zur festlichen Vorweihnachtsstimmung bei.
Die 8. Adventgala des Roseggerbundes Waldheimat und des Kulturreferates Krieglach konzipierte und leitete Johann Reischl mit viel Gespür und bedankte sich bei den Besuchern mit der Botschaft des dritten Adventsonntags „Gaudete – freuet euch!“ und der Botschaft des Weihnachtsengels „Fürchtet euch nicht!“
Die 9. Adventgala wird am 17.12.2017 um 16 Uhr im VAZ Krieglach stattfinden.

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90 JAHRE ROSEGGERBUND: „DER DICHTER UND DIE LEUTE“
Festversammlung vor erlesenen Gästen

Vor 90 Jahren, am 30. Mai 1926, wurde der Roseggerbund Waldheimat Krieglach gegründet. Aus diesem Anlass veranstaltete der jubilierende Verein zusammen mit dem Kulturreferat der Marktgemeinde Krieglach am 23. September eine Festversammlung im Veranstaltungszentrum Krieglach.
Nach der Begrüßung der Ehrengäste und der über zweihundert Besucher durch den Obmann des Roseggerbundes Johann Reischl übertrug dieser die Moderation der Veranstaltung den Jugendlichen Andrea Holzer-Rosenmayer und Matthias Täubl.
Es folgten Gruß- und Geleitworte der Ehrengäste. Landesrat Ök.-Rat Johann Seitinger, Frau Bezirkshauptfrau Dr. Gabriele Budiman und Bürgermeister Dipl. Ing. Regina Schrittwieser würdigten das 90-jährige ununterbrochene Wirken des Vereins sowie dessen Bedeutung in der heutigen Zeit.
Den musikalischen Teil der Veranstaltung besorgten das Hornensemble der Musikschule Krieglach (Ltg. Mag. Michael Hofbauer), das Gesangsquartett „quadraDur“ und das Trio „Sonntagsmusi“.
Eine Diaschau mit erklärenden Texten weckte viele schöne Erinnerungen an Personen, Orte und Ereignisse im Laufe der langen Geschichte des Roseggerbundes.
Danach waren Statements und Interviews von und mit geladenen Persönlichkeiten am Programm: Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer sprach über den außergewöhnlichen Werdegang des Dichters. Wegen der Vielfalt an Themen und Fragen, zu denen Rosegger in seinen Werken Stellung bezog, wurde er nach seinem Tod von verschiedensten Ideologien vereinnahmt. Prof. Schöpfer betonte, dass sich Rosegger energisch gegen jede Vereinnahmung gewehrt hat, denn er war immer für Toleranz und Mäßigung. Mit dem Hinweis auf den Dichter Robert Hamerling, der „völlig im Dunkel der Zeit versunken ist“, lobte Prof. Schöpfer die „beherzten Menschen im Roseggerbund“, die sich stets für das Andenken des Dichters Peter Rosegger eingesetzt haben.
Der Urenkel des Dichters Dr. Hellfried Rosegger erzählte, dass er bei seiner Tätigkeit als Arzt in Indien folgendes über seinen Urgroßvater erfahren hat: Rabindranat Tagore, dem statt Rosegger der Nobelpreis für Literatur verliehen worden war, schätzte den steirischen Dichter sehr - ohne ihn persönlich gekannt zu haben - und veranlasste die Übersetzung von zwei Roseggerwerken in eine indische Sprache (Bengali).
Frau Bürgermeister DI Regina Schrittwieser unterstrich die große Bedeutung, die der Roseggerbund in den vergangenen 90 Jahren für die Gemeinde Krieglach hatte und auch in Zukunft haben wird. Sie versprach dem Obmann schon jetzt die Unterstützung der Gemeinde bei der Umsetzung der Pläne für das Jahr 2018, das wieder ein sogenanntes „ großes Roseggerjahr“ sein wird.
Obmann Johann Reischl betonte, dass der Roseggerbund Waldheimat weiterhin mit aller Kraft, Augenmaß und Hausverstand dahingehend wirken werde, das Andenken an den größten Sohn Krieglachs wach zu halten und – ohne ihn zu verherrlichen – sein Schrifttum zu pflegen. Der Roseggerbund sei deshalb in erster Linie eine literarische Gesellschaft und kein Heimat-, Brauchtums- oder Fremdenverkehrsverein.
Der Leitspruch für dieses Wirken möge das Roseggerwort sein: „Man kann die Zeit festhalten, wenn man sie in Tat umsetzt. In der Gestalt eines geschaffenen Werkes umgibt die Zeit des Großvaters noch den Enkel.“ Schließlich kam noch der Dichter selbst zu Wort: Die sonore Stimme des Schauspielers Peter Uray machte ausgewählte Texte von Peter Rosegger zu einem eindrucksvollen Hörerlebnis.
Die Festversammlung „90 Jahre Roseggerbund Waldheimat“ endete im gemütlichen Beisammensein bei Brot und Wein, welches bis in die späten Nachtstunden andauerte.
Günter Macek

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Ein Fest für Peter Rosegger - 5. August





Zum 173. Geburtstag luden die Marktgemeinde Krieglach, die Pfarre, der Roseggerbund Waldheimat und der Verein „Freunde der Waldschule in Alpl“ zu einem Roseggergedenken nach Alpl ein.
Dechant Mag. David Schwingenschuh feierte in der Heldenkapelle eine „Peter Kettenfeier Gedenkmesse“, im Anschluss folgte in der Waldschule eine Lesung. Der junge Schauspieler Michael Großschädl (bekannt von den Roseggerfestpielen 2013) las heitere Geschichten aus der Kindheit und Jugend des Dichters, und die Geschwister Roman und Christina Rossegger, vulgo Schmiedhofer, spielten sich mit dem „Regnschirm“ in die Herzen der zahlreichen Besucher, die den Weg nach Alpl trotz des Regens nicht gescheut hatten.
Das Trio „Geschwister Hasenberger“ umrahmte musikalisch beeindruckend Messe und Lesung.
Den Abschluss bildete eine Begegnung bei Brot und Wein.

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33. Roseggerwoche: 28. Mai bis 11. Juni 2016





Krimi – Liebe – Vortrag – Lesung – Goasslschnalzen – Stoansteirisch – Volkstanz – Wein – Käse – Bilderschau – Museumsbesuche - Altstadtspaziergang

Einen bunter Reigen von Programmpunkten bot die diesjährige Roseggerwoche, veranstaltet vom Roseggerbund Waldheimat mit Unterstützung der Marktgemeinde Krieglach.
So konnte Obmann Johann Reischl eine Reihe von Gästen mit ihren Beiträgen begrüßen: die Urenkelin Peter Roseggers Heide Pirkl-Rosegger zur Lesung aus ihrem Graz-Krimi „Spurlos“; Sabine Derler und Jakob Hiller zur Präsentation ihres Buches „Peter Rosegger und die Liebe“; die Germanistin Dr. Daniela Strigl zu ihrem Vortrag über Roseggers Zeitgenossin Marie von Ebner-Eschenbach – ausgewählte Texte las Brigitte Karner.
Den sehr abwechslungsreichen „Nachmittag um Peter Rosegger“ gestalteten die Kinder des Gemeindekindergartens unter der Leitung von Brigitte Königshofer mit Volkstänzen, Kinder der Volksschule Krieglach unter der Leitung von Elisabeth Rossegger mit stoansteirischen Beiträgen, Schüler/innen der neuen Mittelschule Krieglach unter der Leitung von Elisabeth Hofbauer und Dir. Rudolf Knöbelreiter mit der szenischen Lesung „Peter Rosegger zu Besuch in Krieglach“, Frau Bürgermeister DI Regina Schrittwieser und Dechant und Pfarrer Mag. David Schwingenschuh mit einer „Heimgarten“-Lesung.
Das Weingut Bauer aus Gamlitz lud zu einer Verkostung der Weine des Jahrganges 2015 mit Rosegger-Welschriesling und Rosegger-Zweigelt ein, und die Obersteirische Molkerei präsentierte mit Obmann Ökonomierat Jakob Karner die Käsesorten „Peter Rosegger“ und Erzherzog Johann“.
Der Roseggerbund mit Johann Reischl und der Europa-Literaturkreis Kapfenberg mit Josef Graßmugg gedachten mit der Lesung „Los hin!“ ihres langjährigen Vorstandsmitgliedes Richard Mösslinger, musikalisch begleitet vom Männerchor Krieglach unter der Leitung von Stefan Rapp.
Abschließend präsentierten Jakob Hiller und Irene Pfleger die Diaschau „Krieglacher Bilderbogen“ zum gleichnamigen Bildband.
Ein Besuch in Roseggers Landhaus in Krieglach bot die Gelegenheit, sich das neu gestaltete Roseggermuseum anzusehen, das nach modernsten museumspädagogischen Richtlinien konzipiert wurde. Die Kuratorin, Frau Mag. Bianca Russ-Panhofer führte die interessierte Krieglacher Gruppe durch die Schauräume.
Den Abschluss bildete eine Fahrt nach Graz zum Besuch des Volkskundemuseums. Anschließend begaben sich die Reiseteilnehmer bei einem Altstadtspaziergang zum Schlossberg auf die Spuren von Peter Rosegger.

Die Veranstaltungen waren gut besucht, und es gab viel Anerkennung für die so verschiedenen Beiträge der Hoch- und Volkskultur.

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Ehrenvolle Auszeichnung für Obmann Johann Reischl





Am 12. Mai erhielt der Obmann des Roseggerbundes Waldheimat Johann Reischl aus den Händen von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer in einem Festakt in der Alten Universität Graz das ihm von der Steiermärkischen Landesregierung verliehene Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark.
Neben seiner Familie waren auch der Obmannstellvertreter des Roseggerbundes Matthias Täubl, Bundesrätin a. D. Grete Pirchegger, die Geschäftsführerin der Volkskultur Ges.m.b.H. Dr. Monika Primas und Frau Bürgermeister DI Regina Schrittwieser bei der Verleihung anwesend.

Der ehemalige Pädagoge und Hauptschuldirektor i. R. Schulrat Johann Reischl ist seit 27 Jahren Obmann dieses Krieglacher Kulturvereines, dessen Ziel und Zweck es ist, das Andenken an den steirischen Dichter zu wahren und dessen Schrifttum zu fördern. Reischls Liebe zu Dichtung und Literatur floss immer spürbar in seine Vereinstätigkeit ein.
So regte er die Schuljugend an, sich mit Roseggertexten auseinanderzusetzen und bot den Kindern immer wieder bei Veranstaltungen des Roseggerbundes vielfältige Auftrittsmöglichkeiten.
1994 betrieb er die Namensgebung der damaligen Hauptschule in Peter Rosegger-Hauptschule.
Mit großem Wissen gestaltet er die jährliche Roseggerwoche und brachte viele namhafte Künstler und Wissenschaftler nach Krieglach.
Seit 2009 konzipiert er mit viel Gespür die vielbeachtete Adventgala mit namhaften Künstlerinnen und Künstlern von Bühne und Film.
Reischl gewann auch den namhaften österreichischen Dramatiker Felix Mitterer zur Schreibung eines Theaterstückes über Roseggers Roman „Jakob der Letzte“, das im Jahr 2013 durch die Marktgemeinde sehr erfolgreich und vielbeachtet in Szene gesetzt worden ist.

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Mitgliederversammlung 2016 - 24.02.2016





"Wo Peter Rosegger seine Kindheit wiederfand"
Unter diesem Titel fand kleinen Saal des VAZ Krieglach am 24. Februar 2016 die Mitgliederversammlung des Roseggerbundes Waldheimat statt. Bei dieser Veranstaltung wurde nicht nur über Zahlen und Fakten aus dem Vereinsleben referiert, es gab für die ca. 80 Besucher auch einen interessanten Vortrag zu hören und schöne Fotos von Jakob Hiller und Josef Polansky zu sehen.

Nach der Eröffnung und Begrüßung durch Obmann Johann Reischl folgte das Referat von Frau Dr. Roswitha Orac-Stipperger mit Bildern über das Volkskundemuseum in Graz, dessen Chefkuratorin im Rahmen des Universalmuseums Joanneum sie ist.
Sie wolle den Zuhörern Gusto machen, „ihr“ Museum zu besuchen, sagte Frau Dr. Orac-Stipperger, denn die Zahl der Ausstellungsobjekte sei unvorstellbar groß. In den Abteilungen „Wohnen“, „Kleiden“ und „Glauben“ bekommt man Kunstschätze, Kuriositäten und historische Zeugnisse aus unserer Heimat zu sehen. Alles wird nach neuesten Erkenntnissen der Museumspädagogik präsentiert und macht den Museumsbesuch zu einem spannenden Erlebnis.
Für den Roseggerbund erwähnte die Chefkuratorin, dass Peter Rosegger in der von Viktor Geramb im Jahr 1913 eröffneten Sammlung Volkskunde „seine Kindheit wiederfand“.

Danach folgte eine Diaschau mit Bildern über Vereinsaktivitäten des Jahres 2015 mit Texten, gelesen von Maria Macek und Mag. Hannes Traxler. Dabei wurden die Erinnerungen an viele freudvolle Gemeinschaftserlebnisse aufgefrischt.

Obmann Johann Reischl berichtete danach ergänzend zur Diaschau vom überaus regen Vereinsleben im vergangenen Jahr und dankte allen, die zum Gelingen der Veranstaltungen beigetragen haben.
Nach dem Bericht der Kassierin, Frau Helga Held, lobten die Kassaprüfer deren gewissenhafte Amtsführung und beantragten die Entlastung der Kassierin und des Vorstandes.
Es erfolgte der positive Abschluss des Jahres 2015, und danach sprach Obmann Reischl über die Pläne für 2016 und versprach ein abwechslungsreiches und spannendes Programm für das heurige Jahr.
Vizebürgermeister Johann Fellnhofer würdigte die Kulturarbeit des Roseggerbundes und sprach dem Vorstand dafür den Dank der Marktgemeinde aus.
Nach einem besonderen Dank an die Gemeinde Krieglach und an Frau Bürgermeister DI Regina Schrittwieser für die wertvolle Unterstützung des Roseggerbundes schloss der Obmann die Versammlung, dankte den Besuchern für ihr Kommen und lud die Anwesenden einem Glas „Roseggerwein“ ein.
Günter Macek

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Auf den Spuren des oberösterreichischen Dichters Franz Stelzhamer - Kulturreise des Roseggerbundes ins Innviertel





Am Samstag, dem 23.04. 2016 fuhren wir – 27 Mitglieder des Roseggerbundes - mit dem Bus nach Oberösterreich und begaben uns dort auf die Spuren des Dichters Franz Stelzhamer.
Bei einer interessanten und sehr kompetenten Führung lernten wir zuerst Ried im Innkreis als eine sehenswerte Stadt mit schönen Bürgerhäusern, großzügig angelegten Plätzen und historisch interessanten Gebäuden kennen. Wir besuchten das Innviertler Volkskundehaus und erfuhren dort, warum Ried unter Kunsthistorikern auch „Schwanthalerstadt“ genannt wird. Zahlreiche wertvolle sakrale Skulpturen, welche Mitglieder der Familie Schwanthaler aus Holz geschnitzt haben, werden dort sehr eindrucksvoll präsentiert.
Wir besichtigten auch die riesige Stadtpfarrkirche Peter und Paul, das Rathaus, den Dietmarbrunnen und natürlich den Stelzhamerplatz mit dem Denkmal des Dichters.

Danach führte die Reise nach Großpiesenham, einem kleinen Dorf, wo Franz Stelzhamer im Jahre 1802 geboren wurde. Das Stelzhamerhaus ist ein kleines Museum, in welchem das „Muadastüberl“ mit der Originaleinrichtung aus der Jugendzeit des Dichters gezeigt wird.
Dann fuhren wir zum Stelzhamermuseum nach Pramet, wo uns der Kustos des Museums, Herr Freimut Rosenauer und die Bezirksleiterin des Stelzhamerbundes von Ried, Frau Gerti Felix, herzlich willkommen hießen. In einer ehemaligen Schule findet man dort eine liebevoll gestaltete Ausstellung über das abenteuerliche Leben und das umfangreiche Wirken des bedeutendsten oberösterreichischen Mundartdichters.
F. Rosenauer führte uns dann kundig und mit großem Wissen durch das Museum. Als Schul- und Studienabbrecher folgte Stelzhamer schon in jungen Jahren seinem unbändigen Drang zum Dichten. Es schwärmte für seine geliebte Heimat und beschrieb die bodenständigen Menschen in wohlklingender Innviertler Mundart. Leider verdiente er damit zu wenig Geld, um ein sorgenfreies Leben als Spieler und Genießer von gutem Essen und Trinken führen zu können. So war die Not eine ständige Begleiterin bei ihm und seinen Familien. Stelzhamer war eine starke Persönlichkeit – aufbrausend und selbstbewusst, der sich nirgendwo gefügt oder angepasst hat.

Als alter Mann besuchte er einmal seinen hoch geschätzten Dichterfreund Peter Rosegger. Dieser schreibt im "Heimgarten" sehr wertschätzend über den langhaarigen, bärtigen Gesellen aus dem Innviertel. Wahrscheinlich war die Freundschaft der beiden Heimatdichter der Grund für die Namen „Roseggerstraße“ und „Rosegger Hauptschule“ in der Stadt Ried.

Das Land Oberösterreich würdigte seinen großen Dichter, indem es Stelzhamers „Hoamatgsang“ 1952 zur Landeshymne erhob: „Hoamatland, Hoamatland, han di so gern, wiar a Kinderl sei Muada, a Hünderl sein Herrn ...“.

Am Abend waren wir zu einer Lesung im Kulturhaus in Pramet eingeladen, organisiert von unseren Gastgebern Gerti Felix und Freimut Rosenauer. Der großartige Stelzhamer-Interpret, Tierarzt i. R. Dr. Martin Moser, las für uns und für zahlreiche Gäste aus der Umgebung Kostproben aus den Werken des Dichters. Wir konnten zwar nicht jedes Wort verstehen, aber wir spürten die Leidenschaft und Wärme, mit der Stelzhamer seine Heimat und sein „Müaderl“ gepriesen hat.
Bei einem Glas Wein kamen wir nachher mit den Einheimischen ins Gespräch und erfuhren, dass der alte Innviertler Dialekt das gleiche Schicksal erleidet wie unser Stoansteirisch - es gibt fast niemand mehr, der ihn spricht.

Am nächsten Tag ging die Reise nach Kremsmünster. Wir hatten eine sehr kompetente Führerin durch das riesige Benediktinerstift. Wir bewunderten besonders den berühmten Tassilokelch, den der Gründer des Stifts, Herzog Tassilo von Bayern, im Jahr 777 anfertigen ließ und der u. a. bei Papstmessen in Österreich noch verwendet wird. Wertvolle Gemälde und wunderschöne Gobelins in den Prunkräumen, sowie eine großartige Bibliothek erinnern an Macht und Bedeutung des Stiftes und seiner Bewohner.

Die Heimfahrt nach Krieglach verlief sehr angenehm. Ein großer Dank gebührt Hans Reischl, dem Obmann des Roseggerbundes, für die umsichtige Planung und perfekte Durchführung unserer Reise „Auf den Spuren des Dichters Franz Stelzhamer“.
Günter Macek

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Neuigkeiten aus dem Vorstand

Hannes Graf ist mit Ende 2015 als Beirat auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausgeschieden.
Er wolle sich, so gab er in seiner Begründung an, mehr auf seine Kulturprojekte konzentrieren.
Hannes Graf konzipierte und inszenierte für den Roseggerbund "Rosegger-LIVE-Lesershows" mit großem Erfolg:

2012 - "Als ich das erste Mal auf dem Dampfwagen saß"
2015 - "Als ich zur Drachenbinderin ritt"

Der Roseggerbund Waldheimat dankt Hannes Graf herzlich für seine wertvolle Mitarbeit im Vorstand und wünscht ihm weiterhin alles Gute!

Hannes wird uns weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Auch dafür ein herzliches Danke!


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